Universität
Stuttgart
Interdisziplinärer Forschungsschwerpunkt
Risiko und Nachhaltige Technikentwicklung




Start Über ZIRN Personal Projekte Schriften Kontakt Impressum English




Nanomedizin
Chancen und Risiken


Die von der Friedrich-Ebert-Stiftung in Auftrag gegebene Studie hat das Ziel, Chancen und Risiken sowohl kurzfristiger als auch langfristiger Entwicklungen in Pharma- und Medizintechnik allgemeinverständlich aufzuzeigen und in den Kontext der gesellschaftlichen Debatte einzuordnen.

In folgenden Bereichen werden Nanomaterialen in der Medizin bereits eingesetzt:
  • Krebstherapie
  • Transport von Arzneimittelwirkstoffen
  • Mobile Diagnoseeinheiten
  • Bildgebende Verfahren, die mit geringeren Belastungen für die Patienten verbunden sind als herkömmliche Verfahren
  • Oberflächenbeschichtungen von Implantaten sowie von medizinischen Geräten und Instrumenten
  • Neue Materialien in der Dentaltechnik
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass aufgrund der vielen Möglichkeiten vermehrte Investitionen im Bereich Nanomedizin nahe gelegt werden können. Darüberhinaus sollte im Zuge der Risikoforschung die internationale Standardisierung und Umstellung der gesetzlichen Testverfahren auf die neuen Materialien weiter ausgebaut werden. Generelle Aussagen zur Gefährlichkeit von bestimmten Materialien oder Verfahren sind derzeit schwer zu treffen, da die Variationsmöglichkeiten im Bereich Nanotechnologie sehr groß sind.

Die gesellschaftliche Debatte, welche Forschungseinrichtungen gestärkt werden sollen, wie der Zugang zu Wissen und Behandlungsmethoden gewährleistet werden kann und wie mit den Missbrauchsmöglichkeiten umgegangen werden soll, wird die neuen Entwicklungen der Nanomedizin unabdingbar begleiten müssen. Die sozialen Folgen einer stark verbesserten Medizin, die bisher eher in geschlossenen Kreisen der Ethiker diskutiert wurden, werden die Sozialsysteme sehr viel schneller zu spüren bekommen, als bisher angenommen.







Projektlaufzeit: 2007 - 2008
Mitarbeiter: Dr. Antje Grobe
Christian Schneider
Mersad Rekic
Viola Schetula
Ansprechpartner: Dr. Antje Grobe
(antje.grobe(a)sowi.uni-stuttgart.de)
Studie: