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Nanotechnologien
Was Verbraucher wissen sollten
Im Mittelpunkt der qualitativen Studie im Auftrag der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V., Berlin, stand die Frage, was Verbraucherinnen und Verbraucher gegenwärtig zu Nanotechnologien wissen, welche (Vor-)Einstellungen ihren Bewertungen und Einschätzungen zugrunde liegen und wie und von wem sie informiert werden wollen. Ferner wurde herausgearbeitet was Verbraucherinnen und Verbraucher zukünftig über Nanotechnologien wissen wollen. Die Autoren werteten 100 qualitative Tiefeninterviews aus, die zwischen 2007 und 2008 in Deutschland und der Schweiz durchgeführt wurden.
Die Ergebnisse zeigen ein überraschendes Profil und räumen mit einigen Vorurteilen auf:
- Verbraucherinnen und Verbraucher wissen viel mehr über Nanotechnologien als bisher angenommen; sie kennen im Durchschnitt 7-8 Anwendungsbeispiele
- Generelle Einstellungen zu Nanotechnologien sind zu 64% positiv, 31% sind ambivalent, fünf Prozent zeigen eine negative Einstellung
- Trotz der positiven Einstellungen zu Nanotechnologien allgemein sind Risikothemen bei 86% der Befragten bereits präsent
- Die Einstellung zur Nanotechnologien ist sehr stark vom jeweiligen Anwendungsgebiet abhängig: negative Bewertungen werden für Anwendungen im Bereich Lebensmittel und Militär geäußert
- Über 70% sind generell „Pro-Innovation“ eingestellt
- Die Zustimmung ist an Bedingungen geknüpft – ein verantwortungsvoller Umgang mit Risiken und transparente, verständliche Informationen werden erwartet
- Wissenschaft, Industrie, Behörden, Verbraucher- und Umweltorganisationen sind gleichermaßen gefordert
- Verbraucher wünschen ein möglichst vielfältiges Informationsangebot
- Verbraucher bilden Prioritäten für ihren gewünschten Kommunikations-Mix aus Fernsehen, Printmedien, Internet, Kennzeichnung, Informationen auf der Verpackung und Werbung
- Über 70% der Verbraucherinnen und Verbraucher würden Nanotechnologie-Produkte ausprobieren
Die generelle Präsenz von gesundheitlichen Risikothemen bei 87% der Befragten zeigt, wie zerbrechlich der jetzige Vertrauensvorschuss sein könnte. Transparenz und mehr Informationen sind Bedingungen, die die Verbraucher den verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren auf den Weg geben.
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| Projektlaufzeit: |
Januar 2007 - Dezember 2008 |
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| Mitarbeiter: |
Dr. Antje Grobe
Christian Schneider
Viola Schetula
Mersad Rekic
Sandra Nawrath |
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| Ansprechpartner: |
Dr. Antje Grobe
(antje.grobe(a)sowi.uni-stuttgart.de) |
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